Beiträge von Café L.E.

    Die ARD im Relotiusmodus


    Die ARD hat gestern eine Pressemitteilung zum Framing-Manual herausgegeben, in der es unter anderem heißt:

    Zitat

    Es handelt sich ausdrücklich weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um eine Sprach- oder gar Handlungsanweisung an die Mitarbeitenden, sondern um Vorschläge aus sprachwissenschaftlicher Sicht. Es ist eine Unterlage, die Teilnehmenden ARD-interner Workshops im Vorfeld als Diskussionsgrundlage und Denkanstoß zur Verfügung gestellt wird.


    Wir halten fest:

    • Es handelt sich nicht um eine Kommunikationsstrategie!

    Und nun schauen wir uns die neue Image-Broschüre der ARD an, die auf den Servern der ARD zum Download bereit steht. Wer das Framing-Manual gelesen hat, dem kommen eine Menge Begriffe bekannt vor:


    Wir sind Deins!

    Vorab nochmal zur Erinnerung: Eine Studie der Universität Mainz hatte sich mit der Berichterstattung zur Flüchtlingskrise und dem Vorwurf befaßt:

    Zitat

    .....Medien hätten die Zusammensetzung der Flüchtlinge falsch dargestellt und überproportional häufig über Frauen und Kinder berichtet. Diese Kritik treffe allein auf die „Tagesschau“ zu. Deren Berichterstattung habe „tatsächlich überwiegend den Eindruck vermittelt, dass es sich bei den Zuwanderern vor allem um Frauen und Kinder handele“.


    Im Propaganda-Handbuch der ARD kommt man da zu einem anderen Ergebnis

    Zitat

    Denn ein Rundfunk, der von allen finanziert wird, der ist auch für alle da. Und damit gemeint sind wirklich alle. Von unseren Großmüttern, die an langen Nachmittagen gerne mit sinnstiftender oder sanfter Unterhaltung einen Blick auf die sich verändernde Welt werfen .... bis hin zu allen, die wissen und sich darauf verlassen, dass jeden Abend um 20 Uhr an der Tagesschau die Filterbubble zerplatzt.


    Das "Gutachten" mit seiner Moralkeule ist teilweise nicht zu ertragen. Es erinnert an schlimmste Diktatur-Propaganda, wenn ständig von Gegnern (23mal) gesprochen wird und sprachliche Manipulationsanweisungen gegeben werden. Jeder sollte sich selbst ein Bild machen, ob die ARD noch auf dem Boden der Demokratie steht?:


    Hier geht's zum "Gutachten" (PDF)

    (auf Netzpolitik.org)


    Würde man ein wirklich gutes und ehrliches Programm machen, wäre ein solche Handbuch überhaupt nicht erforderlich.

    Wir erinnern uns, das "Framing Manual" läuft unter der Bezeichnung:


    "Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD"


    Und die "Generalsekretärin" der ARD sagte dazu:


    "Das ist keine Mitarbeiteranweisung. Wir benutzen das wirklich als Diskussionsgrundlage, zum Beispiel für Workshops mit Mitarbeitenden."


    Beim MDR scheint man das anders zu sehen. Am 17.02.2019 ist die Intendantin des MDR im Schauspiel Dresden zu Gast:


    "Karola Wille, Intendantin des MDR, spricht am 17. Februar in ihrer Rede ES GEHT UM DEMOKRATIE – UNSER GEMEINSAMER FREIER RUNDFUNK zum Thema Wahl- und Medienfreiheit: 2019 sind die Menschen in Sachsen wie auch in ganz Europa aufgerufen, ihr Recht auf freie Wahlen zu nutzen und mitzubestimmen, wer in den Parlamenten der Kommunen, des Freistaats und in Europa in ihrem Namen Politik macht. Medienfreiheit ist ein Fundament für das Funktionieren unserer Demokratie. Unser gemeinsamer freier Rundfunk steht in der Verantwortung, die Vielfalt der Themen, Fakten und Meinungen abzubilden und die öffentliche Debatte zu befördern, und dies umso mehr in einer digitalisierten Medien- und Kommunikationswelt. Meinungs- und Pressefreiheit waren zentrale Forderungen der Menschen im Osten, die für die Friedliche Revolution 1989 auf die Straße gegangen sind. Auch heute braucht eine gelebte Demokratie aufgeklärte und mutige Bürgerinnen und Bürger – und von Politik wie von wirtschaftlichen Interessen unabhängige Medien."


    Sie benutzt das von der NS-Propaganda-Erxpertin vorgeschlagene Framing und spricht gleichzeitig über Demokratie und Meinungsfreiheit.


    Märchenonkel Menasse ist übrigens auch zu Gast im Schauspiel Dresden. Aber da paßt er ja auch rein.

    DDR-Bürgerrechtler Gunter Weißgerber ist aus der SPD ausgetreten.


    Aus seiner Begründung:

    Zitat

    Bisher nahm die SPD den öffentlichen Diskurs über ihre Medienmacht immer an und stritt mit Argumenten für ihre Positionen. Das ist mit dem Löschen des Tichy-Artikels Geschichte!


    Zitat

    In dieser Woche verletzte die SPD nun auch für mich eklatant das Recht auf die Meinungsfreiheit. Vorige Woche gab die SPD-Justizministerin öffentlich kund, das Wahlrecht verbiegen zu wollen.

    Mit den Wahnvorstellungen aus der Umgebung Nahles, die Antifa für die SPD gewinnen zu wollen, wurde der antitotalitäre Konsens endgültig verlassen. Was für eine Enttäuschung!

    ARD verteidigt Agitation u. Propaganda


    Die Generalsekretärin der ARD hat gestern zur internen Framing-Gebrauchsanweisung Stellung genommen. Framing ist übrigens nichts anderes als Agitation u. Propaganda, nur kürzer und zeitgemäßer formuliert.


    Was lernen wir aus der Stellungnahme:

    1. In der ARD gibt es tatsächlich eine Generalsekretärin. Was Generalsekretäre betrifft, haben die (Ost)Deutschen eher gemischte Gefühle.
    2. Die ARD betrachtet Framing (Agitation u. Propaganda) positiv und hat kein Problem damit, Bürger zu manipulieren.
    3. Auch die Diffamierung der Konkurrenz (private Sender sind z.B. “medienkapitalistische Heuschrecken") geht in Ordnung. Es dient ja einer guten Sache, der eigenen positiven Aufwertung.
    4. Bei der ARD gibt es "Mitarbeitende". Nach dieser Formulierung ist davon auszugehen, daß es auch Angestellte bei der ARD gibt, die nicht mitarbeiten.

    Fazit: Ihre Gebühren sind eine echte Demokratieabgabe und die Generalsekretäre sterben nicht aus.


    Stellungnahme ARD Generalsekretärin

    In nächster Zeit soll es wieder wärmer werden. Da könnte es sein, daß es junge Menschen wieder in größeren Gruppen auf die Straße zieht und in der Presse darüber berichtet wird. Wer Hilfe beim Lesen solcher Presseberichte benötigt, bekommt hier eine kleine Anleitung:


    "Zwischen den Zeilen lesen" für Anfänger


    So, und hier die passende Meldung von gestern dazu:


    Jugendliche überfallen und schlagen 16-Jährigen in Leipzig

    Ihre Gebühren bei der Arbeit:


    NS-Propaganda-Expertin berät ARD zum Framing


    Elisabeth Wehling- Auszug aus Wikipedia


    Inhaltliche Schwerpunkte ihres Studiums:

    Untersuchungen zur Propaganda der deutschen Nationalsozialisten


    weiter:

    "Wehling publiziert seit 2008 zum Framing im politischen Kontext und darüber, wie durch das Setzen von sprachlichen Deutungsrahmen eine Debatte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden kann."


    Diese Dame hat jetzt ein Gutachten / Handbuch für die ARD erstellt (89 Seiten), welches GEZ-Gegner sprachlich manipulieren soll. Zum Beispiel mit der Moralkeule (bekannt aus der Flüchtlingsdebatte):


    "Wenn Sie Ihre Mitbürger dazu bringen wollen, den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen (...), dann muss Ihre Kommunikation immer in Form von moralischen Argumenten stattfinden."


    " Beim Rundfunkbeitrag nicht von "bezahlen" reden - sondern von "ermöglichen"."


    Quellen:


    Wann ist das Faß eigentlich so voll, daß es überläuft? Lange kann es nicht mehr dauern.


    Screenprint: Tichys Einblick


    Eigentlich sollten Sie jetzt einen Artikel auf Tichys Einblick lesen. Leider scheint der Artikel nicht allen gefallen zu haben und mußte wohl gelöscht werden. Der Artikel beschäftigte sich damit, welchen Einfluß eine Partei auf die Medienlandschaft hat. Auslöser war ein Artikel vom Wochenende, der via RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) in einer Vielzahl von Tageszeitungen erschien und diverse kritische Medien (bei uns liebevoll "Das neue Westfernsehen" genannt) in die rechte Ecke stellte. Zwischenzeitlich wurde auch dieser Artikel offenbar auf vielen Seiten wieder gelöscht, zumindest findet sich kaum noch ein Eintrag bei Google. So hieß es unter anderem diffamierend:

    Zitat

    „Als Medien in der Grauzone zum Rechtspopulismus gelten Kritikern schließlich „Tichys Einblick“, verantwortet von dem früheren „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Roland Tichy, das Magazin „Cicero“ und die „Neue Züricher Zeitung“. Die „Achse des Guten“ und die „Junge Freiheit“ haben die Grenze nach allgemeiner Einschätzung überschritten.“

    Wer diese "Kritiker" sind und wer die "allgemeine Einschätzung" vorgenommen hat, erfährt der geneigte Leser nicht.


    Anderes Thema


    Jeder, der sich dafür interessiert, sollte einfach mal recherchieren, welche Parteien über Medienbeteiligungen verfügen. Bei Google findet man z.B. viel über die (indirekten) Beteiligungen der SPD (diverse Tageszeitungen, Zeitschriften, Radiosender und ein Redaktionsnetzwerk). In Leipzig ist es übrigens die Leipziger Volkszeitung LVZ, an der die SPD indirekt Anteile über die SPD-Medienholding ddvg hält.


    Auch interessant: Auflagenbetrug bei SPD-Medienbeteiligung Öko-Test

    Das neue Westfernsehen: