Die Seminargruppe 67R4 der Ingenieurschule für Automatisierungstechnik (1965 - 1969) trifft sich seit 1991 jährlich. Zum diesjährigen „Goldenen Jubiläum“ hatte die Gruppe einen besonderen Wunsch – erneut an der Feierlichen Immatrikulation teilnehmen zu können. (Übrigens: Mitglieder im Förderverein der Hochschule erhalten eine Einladung zur Feierlichen Immatrikulation! Mehr zur Mitgliedschaft hier.)
Eine Anfrage im Alumni-Büro, und rasch waren alle Formalitäten geklärt, die Absolventen (Diplom 1970) verabredeten sich für den 10.10.2017 in Leipzig im Gewandhaus. Feierlicher Einzug des Senats, Ansprache der Rektorin und des Oberbürgermeisters, Erinnerungen an die Tradition und zukunftsweisende Verpflichtung der Hochschule, Preise und Auszeichnungen (mehr hier) – die Feierliche Immatrikulation ist stets einer der Höhepunkte des Akademischen Jahres. „Das war eine sehr bewegende Feier. Viele Erinnerungen kamen wieder hoch“, so Ernst Ilsitz, Organisator der Gruppe. Das nächste Treffen plant die Gruppe wieder in Weimar.
Planen auch Sie ein Treffen Ihrer Seminargruppe? Sprechen Sie uns oder die Verantwortlichen in „Ihren“ Fakultäten (s. Kontaktbox unter http://www.htwk-leipzig.de/alumni) gern an.
Beiträge von Leipzig News
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Fantastische Figuren erwachen in der HTWK-Bibliothek zum Leben: Der Freundeskreis Buchkinder e. V. gibt bis 18. November 2017 Einblick in das Wirken der Kleinsten beim Herstellen ihrer eigenen Bücher.
Seit 15 Jahren erarbeitet der Freundeskreis Buchkinder mit Kindern und Jugendlichen deren eigene Geschichten. Text und Bild gehen dabei Hand in Hand und bedingen einander. So folgt auf Worte und Ideen direkt der bildnerische Linolschnitt als Druckvorlage. Hierfür ritzen die Kinder ihre Bilder in Linoleumplatten. Später werden Linoldrucke und Textfragmente ausgeschnitten und aufgeklebt – das Layout entsteht.
Buchkind sein kann sogar, wer noch gar nicht lesen und schreiben kann: „Am Anfang des Projektes ‚Schrifteroberer im Kindergarten’ stehen die Bilder als eigene Sprache. Gemeinsam reden wir darüber, halten die Geschichten fest. Ihren Text wollen die Kinder dann auch schreiben und erobern Laut für Laut, Wort für Wort die Schriftsprache“, beschreibt der pädagogische Leiter Ralph Uwe Lange das erfolgreiche Konzept.
So sind die Kids der Kita „Kleine Füchse“ und der Kita Biedermann seit zwei Jahren Buchkinder und arbeiten mit dem Freundeskreis Buchkinder an ihren eigenen Geschichten. Hier schließt sich der Kreis zum Ausstellungsort, denn die Kita „Kleine Füchse“ ist Kooperationskindertagesstätte der Hochschule.
Zu sehen sind Utensilien wie Linoldruckplatten, Ritzwerkzeuge und Druckerpresse, auf Leseinseln liegen Buchkinder-Bücher zum Schmökern, Schriftfahnen und Fotos illustrieren die verschiedenen Stadien der Arbeit am Buch. (Über)lebensgroße Styropor-Drachen „bewachen“ alles – die Fantasie-Figuren aus Kindergeschichten werden eigens für diese Ausstellung dreidimensional erschaffen.
Die Ausstellung ist bis 18.11.2017 während der Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen:
Montag bis Freitag 9–20 Uhr, Samstag 9–16 UhrBibliotheksfoyer, Gustav-Freytag-Straße 40
Ausstellungseröffnung mit audiovisueller Lesung:
- 1.11.2017, 16.30 Uhr
Weitere Lesungen:- 2.11.2017, 10.00 Uhr
- 15.11.2017, 16.30 Uhr
Foto: Julie Simon -
Diesem Erfolg im Qualifying waren arbeitsreiche Wochen vorausgegangen. Seit dem KickOff Ende Mai hatte das Team an der Umsetzung der gestellten Aufgaben - in diesem Jahr unter dem Motto "Künstliche Intellignez" - gearbeitet. Das Ziel: Durch Erweiterung eines von der Audi AG vorgegebenen Software-Frameworks zwei Modellfahrzeugen vom Typ Audi Q2 verkehrsgerechtes Fahrverhalten beizubringen. Dazu gehören unter anderem Spurhaltung, Hindernis-Erkennung, Einhaltung des Sicherheitsabstands, Geschwindigkeitsmessung, Ein- und Ausparken sowie die generelle Befolgung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Um die programmierten Features testen zu können, hatte sich das Team HTWK Smart Driving im Gutenberg-Bau der Hochschule ein Testlabor eingerichtet und dort mit Hilfe von Bautenschutzmatten und Kreppband ein Straßennetz aus vorgegebenen Elementen zusammengesetzt. So konnten die schrittweise realisierten Algorithmen mit den Modellfahrzeugen getestet werden.
Gut vorbereitet ging es dann Mitte Oktober zum Vorausscheid nach Ingolstadt. Dort konnte sich das Team gegen insgesamt elf Mannschaften durchsetzen - auch wenn es manchmal knapp zuging. So wurde zum Beispiel der Algorithmus zum Ausweichen vor Hindernissen erst wenige Stunden vor dem Wettbewerb implementiert - und funktionierte glücklicherweise tatsächlich. Auch konnte ein Fehler, der das Wettbewerbs-Auto aus mysteriösen Gründen längere Zeit blockierte, vor Ort und unter Zeitdruck behoben werden.
Bei der Video-Challenge, für die im Vorfeld des Wettbewerbs von jedem Team ein Video zum aktuellen Entwicklungsstand einzureichen war, erreichte das Team HTWK Smart Driving zusätzlich noch einen 3. Platz. Schönes Gimmick der Veranstaltung: Am Rande des Wettkampfes konnten während eines Recruting-Speed-Dating mit Audi-Mitarbeitern verschiedener Abteilungen Kontakte geknüpft werden."Wir freuen uns sehr, dass sich die harte Arbeit der vergangenen Wochen ausgezahlt hat. Dieser erste Erfolg ist eine große Motivation für das ganze Team, in der Zeit bis zum Finale noch einmal alles zu geben", sagt Teamchef Fabian Freihube. Sibylle Schwarz, betreuende Professorin, ergänzt: "Dieser Erfolg zeigt die tolle Entwicklung des Teams HTWK Smart Driving seit seiner Gründung 2014 und das großartige Engagement der derzeitigen Teammitglieder. Es wird sehr spannend, zu erfahren, wieviele Teams, insbesondere aus Universitäten, wir auch im Finale hinter uns lassen können."
Denn die eigentliche Challenge steht erst noch bevor: Vom 14. bis 16. November 2017 geht es mit den besten acht Teams in die Finalrunde des Wettbewerbs im museum mobile am Audi Forum in Ingolstadt. Dort sind weitere Aufgaben zu meistern. Zum Pflichtprogramm beim Fahrverhalten der Fahrzeuge gehören dann für das Auto - pardon, das Programmierer-Team - zusätzlich die Unterscheidung von Personen und Gegenständen mittels künstlicher Intelligenz und sogar das Erkennen und Reagieren auf die Blickrichtung von Personen dazu. Außerdem muss ein wissenschaftlicher Vortrag über die erstellte Software-Architektur, den Lösungsansatz für verschiedene Aufgaben sowie die eingesetzten Algorithmen gehalten werden. In der Kür muss zudem jedes Team eine - frei wählbare - Besonderheit seines Lösungsansatzes demonstrieren.
Das Finale konfrontiert zum Schluss die drei Erstplatzierten der ersten beiden Vorausscheide mit einer bislang unbekannten Fahraufgabe. Daraus wird schließlich Sieger des Wettbewerbs ermittelt. Wir drücken die Daumen! -
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Bereits zum 8. Mal konnte das studentische Projekt „blickwinkel bibliothek“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig erfolgreich beendet werden. Wieder wurde recherchiert, gesichtet, ausgewählt, Rechte eingeholt – und nun laden Studierende der Bibliotheks- und Informationswissenschaft und der Architektur ein, außergewöhnliche europäische Bibliotheken anzusehen.
Die mit Fotos von Profi-Fotografen abgebildeten Bibliotheken stehen exemplarisch für die architektonische Aufwertung ihrer Städte: So formen die Bibliotheken in Delft und Thionville urbane Freiräume, stellt sich die Bibliothek in Ortuella als Stadtplatz vor, interpretiert die Bibliothek in Halle/Saale die historische Villenarchitektur neu und die Bibliotheken in Ruzomberok und Kopenhagen sind heute Wahrzeichen ihrer Städte.
Man kann den Kalender hier anschauen und erwerben. Viel Freude daran!
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Ein Studiengang, der 1992 mit zwei Studierenden begann und seither 300 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht hat, wird 25 Jahre alt! Aus den anfangs kleinen Studierendenzahlen wurde ein stark nachgefragter Studiengang. Fortgesetzt haben sich dennoch die Individualität der Ausbildung, ein Zusammenhalt der Matrikel und die enge Bindung der Studierenden zu ihrem Studiendekan, die weit über das Studium hinausreicht.
Einen ausführlichen Bericht zur Geburtstagsfeier des Studiengangs Verpackungstechnik finden Sie hier.
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Die neue Website von floid kann man jetzt auch mobil nutzen. Die neue Folge von Campus Compact lässt sich damit endlich auch auf dem Smartphone abspielen und über Facebook teilen.
Wer mit dem Smartphone filmt, kann ab sofort bei floid, dem Fernsehen der HTWK Leipzig, Beiträge einsenden. „floid_parti“ für „partizipativ“ hilft dabei. Wie’s geht, zeigt die intergalaktische Mission von floid am Samstag, 21. Oktober, um 11 Uhr im Medienzentrum.
Kyra und Theresa, zwei Redakteurinnen von floid, sind jetzt mit dem Smartphone unterwegs. Online gibt es bereits ihren ersten „FLOG“ (floid Video-Blog) vom Leipziger Lichtfest. Demnächst folgt ihr mobil gedrehter Bericht von den Medientagen München.
floid freut sich auf alle, die mitmachen wollen oder einfach nur zuschauen! Anmelden zur intergalaktischen Mission kann man sich hier.
floid, das Fernsehen der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) seit 2009, ist ein Projekt der Studierenden der Fakultät Medien. Alle Beiträge werden in studentischer Eigenregie konzipiert und produziert. Das Team ist über die Mailadresse info (at) floidtv.de oder über die Internetseite http://floidtv.de/ zu erreichen.
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Mit selbstgestalteten Werbemitteln, einem Gewinnspiel und der Durchführung einer mehrsprachigen Lesung mit dem französischen Autor Grégoire Hervier unter gelungener studentischer Moderation wurde das Messepublikum auf die Leipziger Studiengänge rund ums Buch aufmerksam gemacht. Bei einer Vielzahl von Informationsgesprächen konnten die Studentinnen Auskunft über Inhalte, Dauer oder Anforderungen für den Bachelorstudiengang Buchhandel/Verlagswirtschaft wie auch den Masterstudiengang Verlags- und Handelsmanagement geben.
Nach erfolgreichen fünf Messetagen in Frankfurt geht es für das Projektteam nun mit Elan und neuen Erfahrungen an die Planung und Organisation des Standes Studium rund ums Buch samt zahlreicher Veranstaltungen auf der Leipziger Buchmesse 2018.
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Rund 200 Gäste aus Wissenschaft, Forschung, Politik, Wirtschaft und Verbänden waren in den nagelneuen, noch nicht einmal offiziell übergebenen Trakt des August Horch Museums in Zwickau gekommen, um 25 Jahre Erfolgsgeschichte der sächsischen HAW zu feiern. Die HTWK Leipzig war mit einer knapp 20-köpfigen Delegation von Hochschul-Vertretern nach Zwickau gereist.
In ihrem Grußwort hob die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange , die Entwicklung dieser Hochschulen im vergangenen Vierteljahrhundert hervor. Für die Regionen seien sie ein wichtiger, unverzichtbarer und prägender Standortfaktor, so die Ministerin: „Hier werden die dringend benötigten Fachkräfte ausgebildet, die nicht nur die kleinen und mittelständischen Unternehmen, sondern auch Bereiche wie die Pflege, die Kultur sowie soziale Einrichtungen für ihre tägliche Praxis benötigen. Hier wird zu einem großen Teil der weiter wachsende Innovationsbedarf der regionalen Unternehmen gedeckt, und hier wird das gesellschaftliche Leben mit Angeboten für Kinder oder auch ältere Menschen bereichert.“ Gleichzeitig forderte sie eine stärkere Förderung der anwendungsnahen Forschung durch den Bund.Der Festakt selbst sah keine langen Reden vor, sondern stellte mit kurzweiligen Formaten die einzelnen Hochschulen „mal anders“ vor – anhand sehr lebendiger und konkreter Beispiele. In einer Talkrunde, moderiert von Ludwig Hilmer (Rektor der Hochschule Mittweida) befragten die vier Rektoren und HTWK-Rektorin Prof. Gesine Grande jeweils eine/n Vertreter/in bzw. ihrer eigenen Hochschule zum Studium bzw. zu ihrem Karriereweg.
Der anschließende Science Slam setzte in Sachen Kürze und Würze noch eins drauf und stellte einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, wie vielfältig und anwendungsnah die HAW sind: Jede Hochschule hatte eine/n Vertreter/in ins Rennen geschickt, der bzw. die sein /ihr Forschungsthema vorstellte. Für die HTWK war – erprobt durch ihren Auftritt zur 25-Jahr-Feier der Hochschule im Juni – Bauwesen-Professorin Monica Rossi am Start. Sie erklärte am Beispiel ihrer italienischen Großmutter Oma , wie wichtig „Kleider“ für Gebäude sind – und gewann damit den Science Slam klar vor Luca Schmitt-Walz von der Hochschule Mittweida.
Hintergrund
Am 6. März 1992 hatte der Sächsische Landtag das Gesetz zur Struktur des Hochschulwesens und der Hochschulen verabschiedet. Damit war der Grundstein für den neuen Hochschultyp „Fachhochschule“ an fünf bewährten akademischen Standorten in Leipzig, Dresden, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau gelegt. Ein Vierteljahrhundert später feiern die Einrichtungen, die inzwischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) heißen, Jubiläum. Rund ein Viertel aller Studierenden im Freistaat sind an den HAW eingeschrieben. Sie bringen mit ihrer anwendungsnahen akademischen Ausbildung den größten Teil des deutschen Ingenieurnachwuchses hervor.
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Christian Herrmann studierte nach einer Berufsausbildung 2007-2011 Maschinenbau (B.Eng./M.Eng.) an der HTWK Leipzig. Seit seinem Abschluss ist er bei der EBAWE Anlagentechnik GmbH angestellt, erst als Projektmanager, seit 2014 als „Head of Project Management“. Für ihn haben sich alle Karriereschritte nacheinander ergeben – heute ist er mit der Planung und Umsetzung von Maschinentechnik für Betonwerke von Eilenburg aus international tätig.
Was haben Sie vor dem Studium gemacht? Warum haben Sie sich entschieden, an der HTWK zu studieren?
Christian Herrmann: Ich bin wohl eher der bodenständige Typ und habe mich sozusagen „stückweise“ weiterentwickelt. Ich hatte ursprünglich eine Berufsausbildung zum Konstruktionsmechaniker gemacht, später neben einer Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker die Fachhochschulreife erworben. Im Anschluss habe ich mich entschieden, Maschinenbau an der HTWK Leipzig zu studieren. Ich wollte nicht weit weg von zuhause – und die HTWK Leipzig hat einen guten Ruf.An welches Detail an der HTWK Leipzig können Sie sich gut erinnern und warum?
Herrmann: Da gibt es viele Erinnerungen. Positiv ist mir in Erinnerung geblieben, dass nahezu alle Hochschulprofessoren sehr hilfsbereit waren, ganz besonders erinnere ich mich an Prof. Carsten Klöhn und Prof. Dagmar Hentschel. Bei Prof. Klöhn habe ich nahezu meine gesamte Studienzeit verbracht. Obwohl ich jetzt in einem anderen Bereich tätig bin, habe ich trotzdem das analytische und strukturierte Vorgehen aus dieser Zeit übernommen. Frau Prof. Hentschel hat während des Studiums meinen Horizont in Richtung Qualitätsmanagement erweitert, obwohl ich das vorher für uninteressant hielt. Diese Fähigkeiten helfen auch heute bei der Abwicklung von komplexen Großprojekten.Welche Erfahrung im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Herrmann: Der Zusammenhalt innerhalb einer Matrikel. Hier war aus meiner Sicht deutlich zu spüren, dass Wissen nicht nur während der Vorlesung, sondern auch anschließend zwischen den Studenten vermittelt wurde. Insgesamt war das Studium aber sehr stark „gefüllt“. Dadurch gab es leider wenig Freiraum, sich vorlesungsübergreifend für verschiedene Bereiche zu interessieren bzw. sich hier zu engagieren.Wie sind Sie auf ihren jetzigen Job aufmerksam geworden?
Herrmann: Ich wohne nicht weit entfernt vom Sitz der EBAWE Anlagentechnik GmbH in Eilenburg, trotzdem war das Unternehmen aufgrund der starken internationalen Ausrichtung für mich wenig sichtbar. Ich habe hier bereits vor meinem Studium ein Praktikum gemacht und letztlich hat mich das nicht losgelassen.An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Herrmann: Derzeit arbeiten wir als Unternehmen an verschiedenen Großprojekten, z.B. in Singapur, Malaysia, Kenia, China, Frankreich und den USA. Hierbei geht es meist um die Realisierung von sog. Palettenumlaufanlagen, auf denen später Betonfertigteile industriell hergestellt werden. Aber wir realisieren auch Einzelmaschinen in Bestandsanlagen. Ich glaube, man würde uns als „hidden champion“ bezeichnen – entsprechend haben wir auch viele internationale Kunden, sind jedoch in der Region Eilenburg als interessanter Arbeitgeber kaum bekannt. Die weltweite Nachfrage ist groß, denn die Vorteile vom Bauen mit Betonfertigteilen gegenüber konventionellen Bauweisen liegen auf der Hand – aus diesem Grund wächst EBAWE Anlagentechnik GmbH auch so.Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Herrmann: Ich habe hier verschiedene Möglichkeiten, eigenverantwortlich zu arbeiten, aber auch, mich weiterzuentwickeln. Ich habe z.B. nach einer ca. 2-jährigen Tätigkeit als Projektleiter im Unternehmen direkt die Möglichkeit bekommen, die Verantwortung für die gesamte Abteilung Projektmanagement zu übernehmen – zunächst eine große Herausforderung. Aber insgesamt macht es mir einfach Spaß, hier zusammen mit den Projektleitern, den Projektbeteiligten und unseren Kunden weltweit die Maschinentechnik für erfolgreiche Betonfertigteilwerke bereitzustellen. Wir realisieren Großprojekte, auch unter Hochdruck – aber motivierend ist dabei das gute Miteinander in unserm vergleichsweise jungen Team.
(Stand: September 2017) -
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Pressestelle: In den vergangenen Jahren ist die HTWK Leipzig um einige attraktive Gebäude und Räume reicher geworden, man denke z. B an den Nieper-Bau (eröffnet 2015) und die neuen Architektur-Ateliers im Lipsius-Bau (übergeben im Frühjahr 2017). Doch die Campusplanung ist längst nicht abgeschlossen. Was ist als nächstes geplant?
Kanzlerin: Lassen Sie mich zuerst kurz etwas zur Historie sagen. Die erste Bauliche Entwicklungsplanung seit ihrer Neugründung vor 25 Jahren hat die Hochschule erfolgreich und vollständig umgesetzt. Das hat Ausnahmecharakter in der sächsischen Hochschullandschaft. Doch durch das stetige Wachstum der Studierendenzahlen, durch die intensivierten Forschungsaktivitäten, den Bologna-Prozess und andere Faktoren platzt die Hochschule inzwischen aus allen Nähten. Wir brauchen neue Flächen. Dafür wurde in den vergangenen zwei Jahren ein neuer Baulicher Entwicklungsplan erstellt.*
Dieser ist auch im Hochschulentwicklungsplan „HTWK 2025“ verankert.
Im Rahmen der Erstellung der neuen Baulichen Entwicklungsplanung wurde der Flächenbedarf für die Hochschule insgesamt sowie aufgeschlüsselt für die einzelnen Bereiche ermittelt. Ergebnis des Gutachtens*: derzeit ist unser Flächenbedarf nur zu rund 85 % gedeckt. Das bedeutet: 15 % der notwendigen Fläche fehlen. Das entspricht 11.395 m² zu erschaffende Flächen für die HTWK Leipzig am Campus Südvorstadt. Diese Konzentration an einem Standort hat neben der Schaffung optimaler infrastruktureller Voraussetzungen für alle Kernaufgaben der Hochschule oberste Priorität bei unserem Handeln. Kurzum: wir werden hier räumlich wachsen, wachsen müssen.Pressestelle: Woher können diese Flächen kommen?
Kanzlerin: Das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) bemüht sich derzeit, sie für uns zu erwerben oder langfristig anzumieten und ist in Verhandlungen. Spruchreif ist zum heutigen Tag leider noch nichts.
Die nächste Herausforderung für uns ist es, einen Masterplan, ein detailliertes Nutzungskonzept zu erstellen: wer wird später wo sitzen? Unser Zielhorizont sieht vor, dass dieser Plan im Laufe des nächsten Jahres steht. Das SIB wird ein lokales Ingenieurbüro mit der Erstellung des Masterplanes beauftragen. Dabei sollen die Bedarfe der Hochschule in den Mittelpunkt gerückt werden. Neben den bereits oben erwähnten Zielen der räumlichen Konzentration und der optimalen Unterstützung von Lehre, Forschung und Dritter Mission werden dabei insbesondere die räumliche Nähe funktional zusammenhängender Einheiten, der Ausgleich von Flächendefiziten in den einzelnen Bereichen, aber auch die Vermeidung unnötiger Umzüge im Bauablauf im Fokus stehen. Neubauten wie Nieper-Bau und Hochschulbibliothek und bestimmte fixierte Nutzungsbereiche wie die naturwissenschaftlichen Labore werden nicht betroffen sein; ihre Nutzung ist von vornherein festgelegt und wird nicht verändert. Aber ein Servicezentrum für Studierende, eine zentrale Anlaufstelle, die alles vereint, was dazu gehört – Studienberatung, Prüfungsamt, StuRa usw. – so etwas kann ich mir sehr gut vorstellen. Wir arbeiten derzeit daran, dass wir an der Erstellung des Masterplans aktiv mitarbeiten und mitgestalten dürfen, so dass keine Ergebnisse am grünen Tisch entstehen und bei der Logistikplanung die Abläufe im Studienjahr Berücksichtigung finden.Pressestelle: Was heißt das konkret für die Hochschulangehörigen? Worauf müssen sie sich einstellen, worauf dürfen sie sich freuen?
Kanzlerin: Wie bei jedem Umbau heißt das zunächst einmal: Lärm, Stress, Umzüge. Das wird eine Herausforderung, das ist klar. Doch das lässt sich leider nicht vermeiden. Wir werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Laufenden halten und soweit es uns möglich ist, einbeziehen. Voraussichtlich ab 2018 wird erst einmal der Geutebrück-Bau saniert werden, wofür eine Interimslösung notwendig wird – unter Umständen sogar mit Containern. Doch all das wird sich lohnen: Ziel ist es, am Ende eine moderne, räumlich gut aufgestellte Hochschule zu haben, wo viele logistische Probleme, die wir heute haben, gelöst sein werden.*Das Gutachten wurde erstellt von HIS – HE, dem HIS-Institut für Hochschulentwicklung, Auftraggeber war das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB).
(Das Gespräch führte Franka Platz)
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Für den Aufbau eines beispielhaften Transfernetzwerkes zur Erforschung und Markteinführung des neuen Verbundwerkstoffs Carbonbeton wurde Dr. Frank Schladitz mit dem Sächsischen Transferpreis 2017 geehrt. Der Bauingenieur leitet das Strategieteam von C³ – Carbon Concrete Composite, Deutschlands größtem Bauforschungsprojekt.
Frank Schladitz studierte an der HTWK Leipzig im Diplomstudiengang Bauingenieurwesen und absolvierte anschließend berufsbegleitend ein Wirtschaftsstudium. Über seine Arbeit in C³ ist er seiner ehemaligen Hochschule auch weiterhin eng verbunden: Die HTWK Leipzig ist mit mehreren Instituten maßgeblich an der Carbonbetonforschung im Rahmen von C³ beteiligt.
Der Sächsische Transferpreis wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben. Überreicht wurde die Auszeichnung am 28. August 2017 in Dresden von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Neue Produkte zu erforschen, weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen, sind die wesentlichen Elemente des Transfers. Selten sind alle Elemente so stark mit einer Person verknüpft, wie beim Gewinner des diesjährigen Sächsischen Transferpreises“ – so die Laudatorin und Juryvorsitzende des Transferpreises Beate-Victoria Ermisch, Geschäftsführerin der GWT-TUD GmbH.
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Michael Körner studierte 1990-1995 Angewandte Informatik an der Technischen Hochschule Leipzig. Heute ist er Geschäftsführer der Invest Region Leipzig GmbH, der gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Leipzig, der Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie der IHK zu Leipzig.
Welches Erlebnis im Studium hat Sie nachhaltig geprägt?
Michael Körner: Es war damals unglaublich viel im Umbruch. Als ich mich einschrieb, hieß die HTWK noch Technische Hochschule Leipzig. Vieles war im Aufbau, vor allem fachlich. Ich erinnere mich an sehr engagierte Professoren und Doktoren. Alle mussten unglaublich improvisieren: Ständig kamen Neues dazu, ob Lehrinhalte oder Technologien. Aus Redabas wurde dBASE, aus den C oder Pasacal wurden objektorientierte Programmiersprachen. Man hatte ständig das Gefühl, dass alle Gewissheiten im Fluss sind, alles stand auf dem Prüfstand… eine unglaubliche Dynamik.An welche Personen erinnern Sie sich besonders?
Körner: Prof. Bastian war sensationell, er konnte hervorragend Wissen vermitteln. Auch oder vielleicht gerade weil mir die Hardware weniger lag, musste er sich mit mir schon mehr Mühe geben. Prima war, dass wir uns bei ihm im Hardwarelabor auch „praktisch“ austoben konnten, etwa Schaltungen ausprobieren und nachbauen. Das hat das Verständnis enorm gefördert.Wie war der Zusammenhalt der Studierenden?
Körner: Wir waren eine recht bunte Truppe, aber wohl ein engagierter und starker Jahrgang. Zu unserem „Bergfest“, also der Mitte des Diplom-Studiums, haben wir gemeinsam einen Film gedreht, in dem wir die Abläufe in der Hochschule und unser Studentenleben selbst aufs Korn genommen haben. Nicht nur wir Studierenden, auch die Professoren haben mitgespielt, niemand war sich zu schade, diese Übertreibungen auszuhalten. Ich muss mal sehen, ob ich den Film, der zu unserem Bergfest uraufgeführt wurde, noch finde.Heute arbeiten Sie bei der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft „Invest Region Leipzig“. Wie sieht heute ein typischer Arbeitstag aus – und was hat das mit Ihrem Studium zu tun?
Körner: Unser Ziel ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region Leipzig. Dafür entwickeln wir Strategien, wie wir Investoren - aber auch Fachkräfte – für unsere Region interessieren und setzen diese um. Neben der Marktrecherche und der Ansprache ist viel Kommunikation und Vernetzung nötig, bis eine Investitionsentscheidung gefällt wird. Was das mit meinem Studium zu tun hat? Sicher wenig mit dem Fachwissen, aber wohl viel mit der prinzipiellen Arbeitsweise: das strukturierte und analytische Vorgehen hat mir mein Studium mitgegeben. Man teilt jede Aufgabe, ob gesellschaftlich, kulturell oder wirtschaftlich in beherrschbare Einzelschritte. Das ist der Fluch und Segen eines Informatikers; diese Herangehensweise prägt Sie mehr, als Sie denken.An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Körner: Wir arbeiten derzeit an einem Vermarktungskonzept, mit welchem wir die Region Leipzig besser als Wirtschaftsraum darstellen und die Stärken besser vermarkten können. Schon jetzt unterstützen starke Städte und Kommunen in den beiden Landkreisen Nordsachsen und Leipzig das dynamische Wachstum der Stadt Leipzig und profitieren dabei auch. Wir sind überzeugt, dass unsere Region noch sehr viel stärker werden kann.Aus Sicht des Wirtschaftsförderers – welche Bedeutung hat die HTWK Leipzig für die Region?
Körner: Die HTWK mit ihren technischen Kompetenzen spielt für Leipzig eine sehr wichtige Rolle. Sie ist in jeder unserer Standortpräsentationen vertreten, gerade amerikanische oder auch Schweizer Unternehmen reagieren sehr interessiert. Die HTWK ist ein Standortvorteil!Welchen Rat würden Sie Studierenden aus heutiger Sicht geben?
Körner: Nutzt das Studium um Euch ein breites Wissen anzueignen, um eigene Methoden oder Herangehensweise zu entwickeln. Fachwissen kann man sich jederzeit aneignen, nach Methoden und Prinzipien handelt man ein Leben lang.(Juli 2017)
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Dr. Birgit Reißig, Leiterin der Außenstelle Halle/Saale des Deutschen Jugendinstituts e. V. wird Honorarprofessorin für Jugendhilfeforschung an der Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Dr. Birgit Reißig verfügt über umfangreiche Praxiserfahrung und ist zugleich ausgewiesene Wissenschaftlerin. Sie unterstützt die Fakultät bereits seit 2013 in der Lehre zur Methodik der empirischen Sozialarbeitsforschung.
Dr. Birgit Reißig ist seit 2000 als wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e. V., Außenstelle Halle/Saale tätig, deren Leitung sie im Jahr 2012 übernahm. Sie hat am Deutschen Jugendinstitut zahlreiche für die Jugendhilfeforschung relevante Forschungsprojekte durchgeführt. Zu nennen sind hier insbesondere die Projekte, die sich mit den Bildungsverläufen junger Menschen zwischen Schule und Arbeitswelt beschäftigen, vor allem aber die Längsschnittstudien zu Bildungs- und Ausbildungswegen sozial- und bildungsbenachteiligter Jugendlicher. Seit 2012 leitet sie den Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“ und die in diesem Bereich verorteten Forschungsprojekte.
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Am 30. November 2016 veranstaltet das Akademische Auslandsamt der HTWK Leipzig den jährlichen Infotreffpunkt unter dem Motto „GO OUT! – Studiere an meiner Hochschule“. Die Veranstaltung findet von 11:00 bis 14:00 Uhr im Foyer des Lipsius-Baus statt (PDF). Wir laden alle Studierenden der HTWK Leipzig herzlich ein, vorbeizuschauen und sich im direkten Kontakt mit Kommilitonen aus dem Ausland über unsere Partnerhochschulen zu informieren! Unsere Austauschstudierenden aus Belgien, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Jordanien, der Schweiz und Spanien werden ihre Heimathochschulen repräsentieren, Auskunft über das jeweilige Studienangebot geben und Fragen zu ihrer Heimathochschule beantworten. Weiterführende Informationen zum Studium im Ausland sowie zu den Bewerbungsverfahren und Fördermöglichkeiten erhalten interessierte Studierende natürlich gerne im Akademischen Auslandsamt.
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„Die Architekturtheorie geht generell von einem neutralen Nutzer aus, der bei weiterer Betrachtung sich jedoch als männlich erweist.“ Mit dieser These gibt Gastdozentin Alexandra Staub, Architekturtheoretikerin der Pennsylvania State University am kommenden Mittwoch (26. Oktober) den Startschuss zur Reihe „Positionen zu Architektur, Kultur, Stadt und Gesellschaft“ in diesem Wintersemester. Alexandra Staub beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Produktion von Architektur, auch in Bezug auf die Fragestellung des Nutzers beziehungsweise der Nutzerin. In ihrer Forschung an der Pennsylvania State University fokussiert sie auf Aspekte von Ethik in der Architektur. Eine solche Gleichmacherei ignoriert laut Staub die Machtverhältnisse, die jeder Instanz räumlichen Schaffens immanent seien, und hindere die Sicht auf die Vielfältigkeit räumlicher Definition und Nutzung. Anhand von konkreten Beispielen wird sie erläutern, wie die Berücksichtigung von Gender das Verständnis von Architektur und Raum erweitern kann.
Kommenden Mittwoch stellt Alexandra Staub ihre Untersuchungen in einen Vortrag unter dem Titel “Gleichmacherei: Warum Genderwahrnehmung in der Architekturtheorie unerlässlich ist“. Sie ist eine von insgesamt sechs Referentinnen dieser „Positionen“-Reihe.
Außerdem zu Gast sind u.a. die Wiener Architektin Katharina Bayer (einszueins architektur), die Architektur unter dem Aspekt des beständigen gesellschaftlichen Wandels betrachtet, und Nils Buschmann, RobertneunTM Architekten aus Berlin, der zu Wohnen und „Architektur der Stadt“ sprechen wird.
Die Vorlesungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei.Sie finden jeweils an einem Mittwoch um 19 Uhr im Audimax (G 329) der HTWK Leipzig statt (Karl-Liebknecht-Str. 132, 04277 Leipzig).
Fünf Vortragsbesuche werden als Fortbildung von der Architektenkammer Sachsen anerkannt.
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Am letzten Juli-Sonntag ist es wieder soweit: dann ist Auftakt zur Reihe der studentischen Museumsführungen. Zum fünften Mal präsentieren Studierende des Studiengangs Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) „ihr“ Grassimuseum für Angewandte Kunst und stellen Besuchern ausgewählte Teile der Ständigen Ausstellung vor.
Die museumspädagogischen Formate werden von den Studierenden im Modul „Museumspädagogik“ unter Leitung von Prof. Gisela Weiß konzipiert. Die Teilnehmer wählen selbstständig ein Thema und legen die Zielgruppe fest, für die sie ihre Idee verwirklichen wollen – möglichst zeitgemäß, besuchernah und weg vom klassischen Führungsstil. Rundgang heute – das bedeutet: viel Dialog und Einbeziehung aller Sinne. „Führungen sollten nicht Vorträge im Stehen sein, sondern die Besucher mit einbeziehen und ihre Interessen und Erwartungen damit besser abholen“, so das Credo von Gisela Weiß: „Im besten Fall wird der Museumsbesuch zu einem nachhaltigen Erlebnis.“
In der ersten Erarbeitungsphase werden die museumspädagogischen Ideen im Seminar besprochen. Anschließend findet die Weiterentwicklung des Konzeptes im Museum statt. Dort begleitet der Museumspädagoge Axel Menz die Projekte der angehenden Museologen – und hilft mit seinem Know-how, die Vorhaben im konkreten Museumsumfeld umzusetzen. „Es freut mich sehr, dass die Studierenden dieses überregional einzigartigen Studiengangs sich hier in Leipzig ausprobieren und wichtige praktische Erfahrungen machen können“, resümiert Gisela Weiß. Zugleich eine klassische Win-Win-Situation, denn auch das Museum profitiert vom Einfallsreichtum der nachwachsenden Generationen.
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Hüpfen, basteln, spielen – und nebenbei wissenschaftliche Prinzipien anwenden und erfahren: Im Programm der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK Leipzig) zur Langen Nacht der Wissenschaften am 24. Juni finden sich zahlreiche Mitmachaktionen speziell für die Forscher von morgen.
„Jedem Kind sind Neugier und Wissensdurst in die Wiege gelegt – das macht Kinder automatisch zu Forschern und Entdeckern. Geradezu spielerisch nähern sie sich dabei Problemstellungen, ohne sich von eingefahrenen Denkmustern beschränken zu lassen. Ebenso spielerisch wollen wir interessierte Besucher jeden Alters bei der Wissenschaftsnacht an die Fragestellungen unserer aktuellen Untersuchungen heranführen“, so Holger Evers, Vermessungsexperte an der HTWK Leipzig und selbst Vater einer eineinhalbjährigen Tochter. An Evers‘ Versuchsaufbau im Foyer des Nieper-Baus der HTWK Leipzig (Karl-Liebknecht-Straße 134) können Kinder und Junggebliebene eine Betonplatte mit ihrem eigenen Körpergewicht auf ihre Belastbarkeit testen. Spezielle Messtechnik erfasst die Verformung des Betons selbst dann, wenn das bloße Auge nichts sieht. Aus diesen Messwerten lässt sich berechnen, wie viel ein Bauteil maximal aushält, ohne es zu zerstören. Das Verfahren stellt bei der Wissenschaftsnacht sicher, dass nur so viele Kinder und Erwachsene die Betonplatte betreten, dass eine Zerstörung ausgeschlossen ist. Im Bauwesen helfen derartige Messverfahren, die Tragfähigkeit von Bauteilen zu bewerten.
Schräg gegenüber erfahren neugierige Besucher, wie Architekten aus zweidimensionalen Flächen oder Streben runde Formen konstruieren. Digital geplant und exakt zugeschnitten, lassen sich so mit minimalem Materialeinsatz Kuppeldächer, Türme und sogar Boote bauen, die enorme Lasten aushalten. Große Entdecker können das Bauprinzip anhand der Turmskulptur „Twisted“ nachvollziehen und bestaunen, kleine Entdecker (ab 4 Jahren) dürfen selbst mit Papier und Schere Halsketten basteln, die sie anschließend, mitnehmen und verschenken können.
Ein paar Meter weiter wartet gleich die nächste Mitmachaktion: Mithilfe eines Roboters können Magnetfische geangelt werden. An den Arm eines Industrieroboters ist dazu ein starker Magnet montiert. Bedient wird der „starke Helfer“ über einen Joystick. Industrieroboter werden vor allem in der Montage eingesetzt und schweißen dort zum Beispiel Autos zusammen. Damit nehmen sie den Arbeitern besonders anstrengende Tätigkeiten ab. Die besten Angler erwarten kleine Preise. Infos zu den zahlreichen weiteren Mitmachaktionen, Präsentationen und Führungen der HTWK Leipzig gibt es am zentralen Infostand in der Gustav-Freytag-Straße. Dort erhalten große und kleine Besucher außerdem Zuckerwatte und Luftballons und können an einem Quiz teilnehmen.
Die Lange Nacht der Wissenschaften findet am 24. Juni 2016 von 18 bis 24 Uhr in ganz Leipzig statt. Der Eintritt ist frei.
Weitere kindertaugliche Programmpunkte an der HTWK Leipzig und bei anderen Forschungseinrichtungen finden sich unter http://www.wissenschaftsnacht-leipzig.de/Programm (Filteroption: kinderfreundlich).
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Am Mittwoch, dem 4. Mai 2016, öffnet der „Bewegungsmelder“ als zentrale Anlaufstelle des Pilotprojektes „Grünau bewegt sich“ im Grünauer Wohnkomplex 8, Selliner Straße 17, 04207 Leipzig, seine Türen. Das Projekt zielt darauf ab, die Gesundheit von Kindern in Grünau zu stärken, indem es strukturelle Veränderungsprozesse im Lebens- und Wohnumfeld von Kindern anstößt und dabei die besonderen Ressourcen und Risiken des Stadtteils berücksichtigt. „Grünau bewegt sich“ wird gemeinsam von der Stadt Leipzig, der Universitätsmedizin Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) durchgeführt und derzeit hauptsächlich von der AOK PLUS über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert. Projektleiter sind Prof. Dr. Gesine Grande, Rektorin der HTWK Leipzig, und Prof. Dr. Wieland Kieß, Direktor der Leipziger Universitätsklinik für Kinder und Jugendliche.
Mit Grußworten von Dr. Frank Lehmann, Referatsleiter bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Lars Rohwer, MdL und Präsident der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung, und Dr. Karoline Schubert, Gesundheitsamt Leipzig, wird die Veranstaltung gegen 15 Uhr offiziell eröffnet. Das Rahmenprogramm zur Eröffnung gestaltet das Projekt gemeinsam mit Trägern und Initiativen aus und um den Stadtteil. Dabei hält das Grünauer Gesundheitsnetzwerk bereits ab 14 Uhr Mitmach-Aktionen für Jung und Alt und ein reichhaltiges Informationsangebot zum Thema Gesundheit bereit.
Mit gesundheitsbezogener Gemeinwesenarbeit und einer impulssetzenden Gestaltung kindlicher Lebenswelten will „Grünau bewegt sich“ die Entwicklungschancen von Kindern nachhaltig verbessern. Zu den Handlungsfeldern zählen die Vernetzung von Akteuren, die Stärkung gesundheitsfördernder Kompetenzen in Kindertagesstätten und Horten, die Schaffung altersgerechter Bewegungsangebote im öffentlichen Raum und ein verbesserter Zugang zu gesunden Lebensmitteln. Die Durchführung des Projektes nach wissenschaftlichen Standards gewährleistet dabei die Übertragbarkeit der Gesundheitsförderungsarbeit auf weitere kommunale Lebenswelten.